Erdöl ist der prähistorische Kohlenstoffspeicher. Bei der Verwendung als Energieträger werden die vor Jahrmillionen gebundenen Kohlenwasserstoffe freigesetzt, es kommt zur Surplusfreisetzung von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre, die dadurch aufgeheizt wird: Treibhauseffekt.Â
Die Ölverbraucherländer benötigen ein weltumspannendes teures Netz für Transport und Verarbeitung, anfällig für jegliche Störungen. Die Förderländer befinden sich meist in politisch unsicheren Verhältnissen. Das System wird anfällig für Spekulationen, da die Förderung jederzeit abbrechen kann.
Erdöl /- gas bedeuten Macht. Es kommt zu Verstaatlichungstendenzen der Erdöl und Erdgas produzierenden Länder, die den Preis für das Produkt marktwirtschaftlichen Gegebenheiten entzieht und zum Spielball politischer Interessen werden lässt.
Die ölassoziierten Kosten (zB. Subventionen für Pipelines, Raffinerien, Förderanlagen, Kosten für die militärische Sicherheit und Interventionen) werden bis heute nicht berücksichtigt. Auch nicht die verursachten Kosten durch Tankerunglücke, Klimaveränderungen, Ölverbrennung, negative Folgen für Lebewesen und Lebensräume. Es werden keine Kosten durch Kohlenstoffdioxidanstieg in der Atmosphäre berücksichtigt.
Alle Haushalte werden für ihre Versorgung zunehmend mehr bezahlen, jeder ist betroffen. Erdölpreise haben sich von 2000 bis 2010 mehr als verdreifacht. Die Ursache dafür ist weltweit steigender Bedarf an Öl und sinkende Fördermengen. Sinkende Fördermengen führen zu steigenden Förderkosten und belasten den Gesamthaushalt. Es kommt zu gewaltigen Geldtransfers *($1.251 trillion /yr) in erdölbesitzende Länder und es erfolgt eine geopolitische Umverteilung von Einflussstrukturen.
Ölfrüchte, wie Palm-, Raps-  oder Sojaöle sind keine Lösung.
Das sind zuerst Lebens- und Futtermittel. Sie beinhalten negative Klimaeffekte durch Rodung, Anbau, Verarbeitung, Transporte und verursachen hohe Kosten. Die Preise für Öl und (Agrar-) Rohstoffe steigen. Der globale Bedarf an Nahrung wächst rasant, die Preise für Lebensmittel haben sich seit 2004 verdoppelt. Ursache hierfür ist die Verwendung der Ölsaaten zur Energieerzeugung und weitere Non-Food Produkte. Durch Auswirkungen der Klimaveränderungen verschlechtern sich die Ernteerträge. Knappere Rohstoffe, teurere Grundnahrungsmittel, intolerante Gesetze und kaum kontrollierbare Märkte sind die Folgen.
Wir müssen andere Lösungen suchen.